Kurze Projektbeschreibung

Was?

TREE ist in der Schweiz die erste nationale Längsschnittuntersuchung zum Übergang Jugendlicher von der Schule ins Erwachsenenleben (Transition). Im Zentrum der Untersuchung stehen die Ausbildungs- und Erwerbsverläufe nach Austritt aus der obligatorischen Schule. Die TREE-Stichprobe umfasst rund 6‘000 Jugendliche, die im Jahr 2000 am Projekt PISA (Programme for International Student Assessment) teilnahmen und im selben Jahr aus der obligatorischen Schulpflicht entlassen wurden. Die Stichprobe ist national und sprachregional repräsentativ.

Im Rahmen von TREE wurden in einer ersten Phase bis 2003 drei (jährliche) Nachbefragungen durchgeführt. Dabei wurden die Ausbildungs- und Erwerbsverläufe der Befragten an der Schnittstelle zwischen obligatorischer Schule und Sekundarstufe II detailliert erfasst. Im Fokus dieser ersten Phase stehen Entstehungsbedingungen, Prozessmerkmale und Wirkungen von sog. irregulären oder kritischen Ausbildungsverläufen, insbesondere des frühzeitigen Ausstiegs aus der Bildungslaufbahn (Jugendliche, die ohne Abschluss einer mehrjährigen nachobligatorischen Ausbildung bleiben).

In der zweiten Phase von TREE (vier weitere jährliche Nachbefragungen zwischen 2004 und 2007) stand die so genannte Zweite Schwelle im Zentrum der Erhebung, d.h. der Übertritt von einer Ausbildung der Sekundarstufe II (Lehre, Gymnasium, Diplommittelschule, etc.) ins Erwerbsleben oder in eine weiter führende Tertiärausbildung.

In einer dritten, gegenwärtig laufenden Phase (2008–2012) wurde eine weitere Panel-Erhebung im Jahre 2010 durchgeführt, also zehn Jahre, nachdem die untersuchte Kohorte die obligatorische Schule verlassen hat. Im Zentrum dieser Phase steht ausserdem die vertiefte Analyse der 2001 bis 2007 erhobenen Daten.

Wie?

Erhebungsmethode: Prospektive Längsschnittuntersuchung; Kombination von standardisierter schriftlicher Befragung und standardisierten Telefon-Interviews.

Wer?

Seit 2008 wird TREE ko-finanziert durch den Schweizerischen Nationalfonds SNF sowie die Universität Basel, wo das Projekt seit April domiziliert ist. Zwischen 2000 und 2007 lag die finanzielle und/oder organisatorische Verantwortung für TREE – neben dem SNF – bei einem Konsortium der Erziehungsdirektionen der Kantone Bern, Genf und Tessin, beim Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) sowie beim Bundesamt für Statistik (BFS).

Operative Projektleitung: Dr. Sandra Hupka-Brunner und Thomas Meyer
Institutionelle Gesamtverantwortung an der Universität Basel: Prof. Max Bergman, Institut für Soziologie

Weitere Informationen siehe:

TREE Projekt-Dokumentation 2000-2007
 [PDF / 210 KB]